Die Pocket Symphonies sind ein zusammenhängender Zyklus aus 12 Kompositionen für Orchester und Klavierquartett. Komponist Sven Helbig verfolgt dabei die Idee, sinfonische Perlen im Format von Songs zu schreiben: kurz, griffig und doch von der Wucht und Tiefe großer klassischer Sinfonien. Eingespielt wurden die Pocket Symphonies vom MDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Kristjan Järvi und mit dem Fauré Quartett als Solisten. Die rein akustische Produktion der Pocket Symphonies wurde bereits 2012 beim Label Deutsche Grammophon veröffentlicht.

Sven Helbig hat die Aufnahmen für seine Solo-Konzerte allerdings radikal bearbeiten. Dabei zerlegt er die Aufnahmen und lässt sie aus elektronischen Clustern neu entstehen. Verfremdete Vibraphonklänge, Synthesizersurrogate und Breakcore Element gehören dabei zu seinem musikalischen Arsenal. Diese elektronischen Varianten – die Pocket Symphonies Electornica – erscheinen bei Neue Meister exklusiv als 180-Gramm-Vinyl mit Download-Code und als Digitalalbum.

Das Album ist der Auftakt für die weitere Zusammenarbeit mit Sven Helbig. Im September folgt sein neues Choralbum I Eat the Sun and Drink the Rain das ebenfalls in Zusammenarbeit mit Kristja Järvi aufgenommen wurde. Die Pocket Symphonies Electronica werden beim Neue Meister Konzert im DRIVE Volkswagen Forum Berlin am 20.06.2016 mit dem Deutschen Kammerorchester Berlin und Sven Helbig an Live-Electronics vorgestellt.

Sven Helbig gehört zur jüngeren Komponistengeneration, für die Grenzen zwischen der klassischen Orchesterwelt, experimenteller Kunst und Popmusik nicht mehr existieren. Er komponiert Chor-, Orchester- und Kammermusikwerke für die klassische Konzertbühne und tourt Solo mit elektronischer Musik. Sven Helbig ist Composer in Residence am Deutschen Nationaltheater in Weimar, an der Universität Leipzig und der Nationaluniversität San Martin in Buenos Aires.

Beim Traditionslabel Deutsche Grammophon erschien sein Debüt Pocket Symphonies. Sven Helbig ist Mitbegründer der Dresdner Sinfoniker, dem ersten europäischen Orchester für ausschließlich zeitgenössische Musik. Sven pflegt langjährige kreative Partnerschaften mit dem Fauré Quartett, Opernsänger René Pape, Dirigent Kristjan Järvi, den Pet Shop Boys (für die er deren Panzerkreuzer Potemkin Projekt am Londoner Trafalgar Square orchestrierte) oder der Band Rammstein.

Nach Federico Albaneses „The Blue Hour“ und Johannes Motschmanns Album „ElectricFields“ ist Sven Helbigs „Pocket Symphonies Electronica“ das nunmehr dritte Album auf Neue Meister, dem unlängst gegründeten Sublabel des Klassiklabels Berlin Classics. Auf Neue Meister versammelt Berlin Classics neue notierte Musik von Komponisten der Gegenwart, die sich als ein Teil der zeitgenössischen Musikkultur verstehen und technologische Entwicklungen ebenso reflektieren, wie sie den Austausch mit unterschiedlichen Kulturen suchen. Das musikalische Spektrum reicht vom minimalistischen Piano Federico Albaneses über das große Orchesterwerk von Christian Jost bis zum Elektroakustischen-Trio von eben Johannes Motschmann. Unterstützt von einer eigenen Konzertserie mit dem Deutschen Kammerorchester Berlin, knüpft Neue Meister an eine klassische Musikkultur an, in der die Aufführung neu-geschriebener Musik im Mittelpunkt stand und verdeutlicht, dass die heutigen Komponisten die alten Meister von morgen sind. Zugleich führt Berlin Classics mit Neue Meister die Tradition des eigenen Labels fort, in der Komponisten wie Hanns Eisler, Kurt Weill oder Paul Dessau eine wichtige Rolle spielten. Komponisten, die auf dem Label und innerhalb der Konzertserie „Neue Meister“ präsentiert werden sind u.a.: Matthew Herbert, Henrik Schwarz, Facil Say.

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