„Emocean“ ist der Soundtrack zur gleichnamigen Dark-Sci-Fi-Comedy von und mit Fenster. Die Band hat einen schwindelerregenden Kosmos aus post- psychedelischen Klängen geschaffen, der „Emocean“ in eine Traditionslinie mit Musikfilmen wie „Interstella 5555“ von Daft Punk und Prince Ramas „Never Forever“ stellt.

Wie auf ihren Alben überzeugen Fenster durch ungewöhnliche Arrangements und Percussion, doch auf „Emocean“ erschließt die Band neue Klangwelten: Eine wattierte 70er-Jahre Welt ist das, getaucht ins Licht eines ewigen Sonnenuntergangs, begleitet von funky Basslines und modularen Synthesizern, von Flöten und Bassklarinetten. „Emocean“ ist eine überraschende Abkehr vom Klang Fensters bisheriger Alben. Dieser Soundtrack entstand im Kollektiv – alle Songs sind das Ergebnis kurz aufeinanderfolgender, hitziger Jam Sessions – und seine Zeichenspiele beschwören ein breites Spektrum an Paralleluniversen: Sanfte Surfrock-Klippen ragen aus dunklen Synthie-Flächen, wabernde Kirchenorgeln dröhnen durch kosmische Diskotheken, farbenfrohe Acid- Blues-Paraden ziehen vorbei und überlassen die Bühne zarten Wesen, die Blumen auf dem Mond pflücken („Les Fleurs“): Mehr Pop waren Fenster nie.

Der Film „Emocean“ beginnt als Dokumentation über die Aufnahmen für Fensters neues Album. Mitten in einer schwierigen Phase werden die Bandmitglieder jedoch in eine andere Dimension befördert, wo sie aller Empfindungen beraubt sind. Nichts ist wie es scheint in dieser fremden, surrealen Welt.

„Emocean“ war zunächst als konzeptueller Soundtrack gedacht und entwickelte sich zum bisher anspruchsvollsten Projekt von Fenster. Mit einer Planungsphase von einem Jahr, einem Dreh von über einem Monat – teilweise auf HD, vorwiegend jedoch auf VHS-Kassetten – mit über 100 Haupt- und Nebendarstellerinnen und -darstellern, einer Kameradrohne, einer selbstgebauten Green-Box und zahlreichen Innen- und Außenlocations (darunter eine Insel), ist „Emocean“ zu einem unvergleichlichen Projekt gewachsen. Der Film brachte die Band an den Rand des Wahnsinns, an die Grenzen dessen, was sie zuvor für möglich hielten.

Die vierköpfige, multinationale Band Fenster begann 2010 als Kollaboration zwischen Jonathan Jarzyna (DE/PL) und JJ Weihl (USA). Vollzählig wurde das Projekt mit Lucas Ufo (FR) und Will Samson (UK). Von Fenster sind bisher zwei Alben auf Morr Music erschienen – „Bones“ (2012) und „The Pink Caves“ (2014) lösten jeweils großes Medienecho aus. Die Band tourte mehrfach durch die USA und Europa. Fenster werden mit „Emocean“ auch auf Tour gehen und dabei den Soundtrack live zum Film spielen. Dabei macht sich die Band die klassische Aufführungsweise von Stummfilmen zu eigen, verwandelt sie in eine fantastische Reise ins Ungewisse.

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