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braziliangrils_cdcoverTalk To La Bomb

out 26.01.2007
Verve/Universal

 

Brazilian Girls: Talk to la bomb VÖ 26.01.2007
Interview: ASvK

Von Rom über den Starnberger See nach New York

Sie ist schön, sie ist jung und sie ist wild. Die Sängerin Sabina macht nicht nur die New Yorker Musikszene verrückt. Sie singt in einer Band namens „Brazilian Girls“. Doch die brasilianischen Mädels sind alles andere als das. Vielmehr unterstreicht der Bandname, dass Sabina eine echte Kosmopolitin ist und ihre Mannen sind es auch, vor allem musikalisch. Während sie ihre Jungs mit Leib und Seele unterstützen, trällert Sabina ihre Texte in den Sprachen Englisch, Französisch und Italienisch. Wie alles mit dem Mädchen begann, das nicht nur in der Weltmetropole Nummer ein Furore macht, das erzählt sie hier in einem ausführlichen und privaten Interview.

Sabina, Du bist zwar in Rom geboren, aber in Bayern aufgewachsen. Wie kam das?braziliangirls

Sabina: Als ich 5 ½ halb war, sind wir mit meiner Mutter nach Allmannshausen am Starnberger See gezogen. Sie hatte sich von meinem Vater, der Römer ist, getrennt.  Als mein Vater wegen seiner Arbeit in die Staaten gezogen ist, wollte meine Mutter nicht alleine in Rom bleiben. Außerdem hatte mein Bruder Pseudokrupp und da kam uns die frische Luft in Bayern sehr gelegen.

Wie war das für Euch Kinder?

Sabina: Ich kann mich erinnern, dass es für meinen Bruder und mich ein Kulturschock war. Wir hatten uns in Rom bereits zu kleinen Straßenkinder entwickelt. Am Starnberger See ist es dann doch was ganz anderes. Aber zurückblickend betrachtet bin ich froh, dass es so geschehen ist, denn es war wunderschön und idyllisch, wo wir gelebt haben…. Wir hatten sogar Tiere!

Was ist Deine Muttersprache?

Sabina: Wir sind zweisprachig aufgewachsen, mit Deutsch und Italienisch. Ich bin später in den Schulferien oft nach Rom zu meinen Verwandten gefahren, vor allem als mein Vater nach ein paar Jahren aus Amerika zurückgekommen war….



Wie war es in Bayern aufzuwachsen?

Sabina: Ich war in der Starnberger Schnöselclique, obwohl ich aufs Gymnasium in Icking im Isartal ging, was nicht ganz so schnöselig war. Wenn wir, als wir 14 oder 15 waren ausgehen wollten und einer von meinen Freunden ein Auto hatte, sind wir oft nach München gefahren... zu der Zeit waren Cosmic Feste angesagt. Manchmal ging es auch  nach Innsbruck oder sogar Rom. Diese meine Lieblingserinnerungen an damals… haben mich auch musikalisch beeinflusst. Cosmic war, im Gegensatz zu Techno, sehr innovativ zu dieser Zeit… Stücke von Georgie Benn wurden gesampelt, sodass die Stimme ganz hoch war, darunter wurden  Afro-Percussion Beats gemischt. Ich liebte das! Ich denke, dass in der Musik von den Brazilian Girls witzigerweise so was wie der damalige Cosmic wieder zu finden ist. Zwar war ich damals Jazzsängerin,  doch das waren die Anfänge meiner  life Karriere…

Es heißt, Du hast Musik studiert?

Sabina: Ja, ich habe zwei Jahre in Graz und dann am Richard Strauss Konservatorium studiert. Ich war sehr ambitioniert… ich wollte so gut zu werden wie ich nur konnte. Ich war von Musik umgeben als ich aufwuchs. Mein Bruder ist Gitarist. Die ersten Jahre, die ich life sang, war er immer dabei. Er selbst hat jahrelang in Spanien Flamenco gelernt und ist nur professioneller Musiker… Ich hoffe sehr, dass wir wieder zusammen Musik machen werden, auch wenn wir im Moment in ganz anderen Richtungen angesiedelt sind…

Du singst nicht nur auf Italienisch, Deutsch und Englisch. Wie kommt das?braziliangirls

Sabina: Ich habe zwar in der Schule Französisch gelernt und war sogar die Beste in meiner Klasse. Aber als ich dann nach Frankreich kam, hab ich keinen Piep von dem, was die Leute gesagt haben, verstanden. Französisch ist eine unheimlich Slang orientierte Sprache. Für jedes Wort gibt es auch ein Slang-Wort, das viel mehr benutzen wird als das eigentliche Wort. Für „l’argent“, das Geld, sagen die „le frique“. Oder anstatt „les enfants“, die Kinder, sagen die „les gough“. Für „la voiture“ sagen die „la bangniolle“. Du kommst dort mit Deinem Schul-Französisch an und  verstehst kein Wort. Ich hab im Süden von Frankreich gelebt, weil meine Mutter dort Malerin ist…. Zuvor habe ich in München im „Marienhof“ geschauspielert. Ich war ausgebrannt und wollte aus München weg. So bin ich also mit meiner Mutter nach Südfrankreich gegangen. Dort habe ich dann auch angefangen, viele mehr an meiner eigenen Musik zu arbeiten…


„Marienhof“? Wie lange warst Du dabei?

Sabina: Mein Bruder und ich haben zwei oder drei Monate gedreht…. Wir haben Musiker gespielt, die in der Serie erscheinen und wieder verschwinden.  Das war eine interessante Erfahrung für mich… Es war einfach eine gute Schule vor der Kamera, vor allem aber sind Seifenopern sehr lukrativ! …

Du schreibst alle Deine Songs selber?

Sabina: Vor allem schreibe ich die Texte in den verschiedenen Sprachen… Die Musik schreiben wir… zusammen. Jeder in der Band komponiert und leistet seinen Beitrag. Die Band hat sozusagen eine sozialistische Struktur. Wir könnte nicht ohne einander auskommen...

Wie kamst Du nach New York?

Sabina: Ich machte Urlaub…und da hab ich Didi, der bei den Brazilian Girls Keyboard spielt, bereits zehn Tage, nachdem ich in NY angekommen war, in einem Club getroffen, wo er mit seiner damaligen Band spielte. Ich hatte ein Demo dabei, das ich in Südfrankreich selber programmiert und besungen hatte, das ich ihm gab.
Offenbar hat es ihm gefallen, denn er rief mich kurz darauf an und wollte was mit mir zusammen machen. Das ging alles ziemlich schnell und wir sind sogar ein Paar geworden. Fünfeinhalb Jahre waren wir zusammen. Kürzlich haben wir uns getrennt, ich glaube, weil das Touren einfach zu viel für unsere Beziehung war. Aber wir lieben uns, sind befreundet und machen zusammen weiterhin Musik… Wenn einer der Band gehen müsste, dann wäre es wohl gelaufen. Das sage ich nicht leichtherzig…

Bist Du schon mit dem Hintergedanken Kariere zu machen, nach NY gegangen?braziliangirls

Sabina: Meine Lieblingsmusik ist in New York aufgenommen. Ich hatte sogar vorher schon ein Jazzalbum mit Billy Higgins und anderen super Jazzmusikern für eine englische Plattenfirma dort aufgenommen. Ich kannte New York durch meinen Vater, aber ich war immer nur ganz kurz da gewesen. Es war einfach Glück, den Didi da kennen zulernen. Didi war wiederum mit Jessie… befreundet. Es ist wie überall. Wenn Du eine bestimmte Musikrichtung magst, dann triffst Du natürlich schnell viele Leute, die der gleichen Gesinnung sind, v.a. wenn du ein Talent hast, das die anderen Leute anspricht. 


Didi, der Jessie und ich haben…im Club Nublo gespielt. Der Nublo Besitzer Ilan ist halb Schwede, halb Türke. Sein Club ist ganz klein… kaum würde annehmen, dass dort der Punk abgeht…Täglich gibt es dort andere Musik. Der Besitzer ist selbst Musiker und Produzent, hat mehrere Projekte in der elektronischen Richtung gemacht, die relativ erfolgreich sind. Er hat in seinem Club ein Set aufgestellt, Drumms, Amp und so weiter, alles so aufgestellt, dass jemand einfach kommen und spielen kann…. Auch die anderen habe ich im Nublo kennen gelernt… Jessie, unser Bassist, hat schon mit John Zorn gespielt und tourt seit er 15 Jahre alt ist! Er brachte Erin mit… als er anfing, die Drums zu spielen, erlitt ich fast einen Herzstillstand. Das klingt jetzt komisch, zumal er in meiner Band ist, aber er ist der beste Schlagzeuger mit dem ich je gespielt habe! Ich glaube, das gilt für alle in der Band. Sie sind alle irre und solide Musiker, die unheimlich viel Erfahrung und… gleichzeitig ihren eigenen Stil haben… Ich bin sehr glücklich, dass ich diese Jungs in meiner Band habe.

Stelle ich mir das richtig vor, dass es in New York so was wie eine ‚art community’ gibt und diese Leute einen regen Austausch pflegen und abwechslungsweise zusammenarbeiten?

Sabina: Auf jeden Fall. Es gibt natürlich verschiedene ‚communities’… Es gibt viele Musiker, die aus dem Jazz kommen und dann was anderes machen… Das ist auch so bei uns in der Band. Jeder von uns hat studiert und… hat sich irgendwann gelangweilt... Gerade das Nublo hat sich… in den letzten Jahren etabliert und ist wichtig für diese Szene, weil… man dort jamen kann… Viele Bands wie Kodo oder Throw in the dark, die New York Phänomene sind, wurden im Nublo geboren. Für uns ist es so was wie eine Heimat geworden…

Was fasziniert dich an New York?

Sabina: Ich bin jetzt seit sechs Jahren da und die Faszination hat sich ein bisschen gelegt. Inzwischen ist es eher meine Heimat… obwohl wir nun so viel auf Reisen sind... am meisten vermisse ich meine Freunde und auch das Nublo... Doch ich finde, dass NY sich in den letzten zehn Jahren leider,… nicht unbedingt ins bessere, gewandelt hat….Leider… werden Clubs geschlossen, weil die Nachbarn sich beschweren…



Könntest Du dir vorstellen in Berlin zu leben?

Sabina: Vorstellen kann ich mir alles. Im Moment ist Nomadenleben angesagt. Das heißt, irgendwo Miete zu zahlen ist fast absurd, weil wir nie zuhause sind.

Heißt das, Du hast im Moment keine Wohnung?

Sabina: Nein, wir haben eben unsere Wohnung in NY aufgegeben. Ich hab meine Sachen bei einer Freundin gelassen und wenn ich für ein paar Tage komme, dann schlafe ich bei ihr. Die Mieten sind teuer. Das wären mindestens 1200 Dollar, die wir monatlich jemanden in den Rachen schieben würden, ohne überhaupt da zu sein. Ich hab das große Glück gehabt eine Freundin zu haben, wo ich mein Klavier unterbringen konnte, denn das hätte mir schon das Herz gebrochen, wenn ich es abgeben hätte müssen.

Wie kam der Band Name Brazilian Girls zustande?braziliangrils

Sabina: Den Namen haben wir zusammen gewählt…. Die offensichtlichste Erklärung ist, Ironie... Ein ganz großer Teil unserer Musik und unserer Lebenshaltung ist Humor. Wir fanden, dass der Name das sofort offensichtlich macht. Wenn Du uns siehst und unsere Musik hörst, wird dir ziemlich schnell klar, dass der Name höchstwahrscheinlich nicht wörtlich zu nehmen ist. Wir nehmen uns einfach nicht zu ernst und wollen auch nicht zu ernst genommen werden.

Wovon handeln denn Deine Texte?

Sabina: Von ganz verschiedenen Sachen! Auch wenn es oft sexuell klingt, so ist es nicht häufig sexuell.



Erzähl mir doch vom Album-Titel „talk to la bomb“ und vom Song „talk to the bomb“!

Sabina: Einer von den Leuten, die oft im Nublo sind, ist ein Künstler namens Petr Santiago, der ist Jugoslawe und Zigeuner. Im Artwork unseres Albums sind Zeichnungen, die er gemacht hat. Er hat ganz Nublo angemalt und wenn Du den zu Dir nachhause einlädst, dann würde er ohne zu fragen, Dir fett was an die Wand malen… Der hat bei einem von uns aufs T-Shrit „talk to the bomb“ geschrieben und das hat mich sofort gepackt… Wir haben dieses Stück mit loops und sounds geschrieben. Ich hab dann aber insistiert, dass der Titel des Albums nicht „talk to the bomb“ wird, weil die Stücke nicht alle auf Englisch sind. Für mich ist ein wichtiger Aspekt in der Band, dass alles international ist. Ich will nicht Amerikanerin sein, ich will auch nicht als solche dargestellt werden, ich will nicht nur auf englisch singen, das bin ich nicht. Ich finde, dass es eine traurige Tendenz, …dass alles anglo-sächsisch sein muss. Das versuche ich aktiv zu ändern, dass die Leute Sprachen mischen, Sprachen lernen und v.a. in Amerika ist das angesagt. Die Leute haben uns schwer überrascht. Die Plattenfirma hatte große Zweifel, dass wir überhaupt außerhalb der großen Städte überhaupt spielen werden. Dabei touren wir ohne Ende in Amerika! Die Leute haben das offenbar gebraucht, v.a. unter der Bush Regierung, wo wir auch hinfahren, und wenn’s Kentucky oder Texas ist.

Wie siehst Du denn die Vereinigten Staaten nach dem 11. September? Was hat sich getan?

Sabina: Nach dem 11. September sind der Didi und ich sofort nach Brasilien gefahren. Wir waren vor Ort, sogar ganz in der Nähe des WTC gewesen… Ich will mir jetzt nicht auf die Schulter klopfen, auch wenn es so klingen wird, am 13. September haben wir ein Treffen mit all unseren Freunden vereinbart, weil wir, nach der Rede von Bush, die er am 11. September gehalten hatte, sofort kapiert hatten, dass das der Anfang einer Invasion des Mittleren Ostens werden würde…. Wir haben am 13. September einen Friedensmarsch organisiert, um den Focus darauf zu richten, dass die Leute sich nicht in diese Angst reindrücken lassen sollten. Das ist leider passiert: Angst regiert. Die Leute müssen wach gerüttelt werden!

II. Etappe. Sabina und ich stellen fest, dass wir uns eben dort schon mal begegnet sind…

Wir hatten Kerzen am Union Square aufgestellt. Die Leute waren so geschockt, dass es wichtig war in der Gemeinschaft  zu sein. Anfänglich waren da nur ne Freundin von mir und ich. Wir haben fünf Stunden lang „give peace a chance“ gesungen, bis sich die Leute angeschlossen haben. Anfänglich waren die Leute, die Amerikaner, die mit so was noch nie konfrontiert gewesen sind, reserviert, doch dann haben sie sich angeschlossen. Anfänglich meinten sie „we will bomb the shit out of them“! Mit so einer Ignoranz hab ich mich noch nie konfrontiert gesehen. Aber wir haben weiter gemacht, waren dann sogar im Fernsehen, aber das hat letztendlich überhaupt nichts gebracht, wie oft Friedensmärsche nichts bringen… Ich würde jeden ermutigen mitzumachen… Die Mehrzahl der Bevölkerung will Frieden. Wie interessanterweise Göbbels gesagt hat, wenn nicht Himmler: „Die Leute wollen immer Frieden, deshalb muss man sie zum Kriege zwingen - mit Angst!“ Da haben die Amerikaner viel von den Nazis gelernt. Meine Mutter hat mir viel über Nazi Propaganda erzählt, das waren ganz geschickte Methoden... Die Amerikaner haben da eine Achilles Verse, die meinen sich immer in Sicherheit...

Im Capitol of the Financial World hätte das auch kein Mensch erwartet, oder?

Sabina:  Es hat die ganze Welt getroffen. Was anschließend kam, war für jemanden der Deutscher ist, unheimlich interessant. Die Angst hat die Leute dazu getrieben zu denunzieren und zu verurteilen. Da ist für mich das große Mysterium ‚wie konnte ein Holocaust passieren’ erklärt worden... Daher auch der Song auf unserem Album „never met a German“. Der spricht genau über die Thematik, Du kannst gern mit dem Finger auf den Deutschen zeigen… Ein großer Mensch ist für mich jemand, der viel Macht in die Hand bekommt und diese nicht aus zu nutzt....



Was würdest Du denn in Amerika ändern? 

Sabina: Für mich war die „amerikanische Erfahrung“ sehr interessant… Ich glaube, dass es einen bestimmten Grund gibt, weshalb ich gerade in Amerika bin und weshalb wir, die Band, gerade in Amerika so gefragt sind…

Wie hat sich Dein Leben verändert, da Dein erstes Album schon sehr erfolgreich war?

Sabina: Ich arbeite mehr als ich in meinem Leben jemals zuvor gearbeitet habe… Wir sind unheimlich viel gereist. Ich habe viele Plätze gesehen, die ich vorher nicht kannte... Ich kann mir auch nicht leisten, wie ne Diva zu sagen, oh ja, jetzt brauche ich Ferien. An dem Punkt sind wir noch nicht angelangt.

Du bekommst inzwischen immerhin Klamotten von Designern angeboten, um sie auf der Bühne zu tragen!?braziliangrils

Sabina: Der künstlerische Aspekt läuft super! Dafür bin ich dankbar. Die Designer, mit denen ich arbeite, heißen 3R4. Die haben eine ähnliche Attitüde. Die machen Klamotten, die sich nicht auf dem Massenmarkt verkaufen lassen, deswegen haben die nicht besonders viel Geld... aber sie haben dafür den Respekt ihrer Anhängerschaft und von viel berühmteren Designern, die sich gerne bei ihnen was abgucken. Sie sind ein New Yorker Designerteam und mit das interessanteste, neben Alexander McQueen, den ich auch gut finde und so einige andere jüngere Designern...

Würdest Du für diese Designer Werbung machen und auf dem Laufsteg laufen?

Sabina:…ohne mit der Wimper zu zucken. 3R4 haben mir schon seit 1 1/5 Jahren Kostüme für meine Bühnenshows und Auftritte gegeben. Selbst am Anfang, als wir noch nicht so gefragt waren und Fernsehauftritte hatten, waren sie total großzügig und das werde ich denen nicht so schnell vergessen!



Du bist bei David Letterman aufgetreten. Wie war das?

Sabina: Das ging ruckzuck. Was mich am meisten gewundert hat, das war, dass es im Studio nur 12 Grad sein durften, als ob sie jemanden artifiziell am Leben erhalten möchten. Das Studio war in NY auf der 50sten Strasse. Wir sind rein, in die Maske, aufgetreten und wieder raus… Letterman hat mir zwar die Hand geküsst, was ich sehr charmant fand, aber wir haben uns in der kurzen Zeit nicht wirklich kennen gelernt. Wir haben viel positives Feedback bekommen, insofern war es gut, das gemacht zu haben.

Na, dann müsst ihr in Deutschland mal in die Raab Show!

Sabina: Ich hab seit 10 Jahren keinen Fernseher mehr. Ich hab überhaupt keine Ahnung was aktuell ist. Ich bin in meiner isolierten kleinen Fantasiewelt. Insofern finde ich es interessant was für eine große Rolle das Fernsehen spielt, im Leben so vieler Leute... Bush hat sich z.B. vor zwei Monaten im Fernsehen total parodiert, weil seine Beliebtheit so sehr gesunken war. Er hat sich in einer politischen Rede selber total verarscht. Stefen Colber, heißt der... um sein Image wieder aufzupolieren...

Würdest Du Dich bitte selbst beschreiben?

Sabina: soll ich angeben? Ich würde mich selber beschreiben als eine Frau von Welt.

Was sind euere Zukunftspläne?

Sabina: Unsere Zukunftspläne sind, mehr nach Europa zu kommen. Zu versuchen die Musik zu machen, die wir lieben und damit unseren Lebensunterhalt zu verdienen!