FEATURED

  • Viele Wege "Your Favorite Enemies" zu entdecken +

    Es gibt viele Wege, Your Favorite Enemies zu entdecken. Mit ausgedehnten Touren durch Nordamerika, Asien und Read More
  • Micheal Gira von den Swans für Ihr neustes Album "The Glowing Man" +

    Swans neustes Studioalbum, The Glowing Man, erscheint am 17.06.16 via Mute/GoodToGo. The Glowing Man wird als Read More
  • Sven Helbig schreibt Sinfonien für das Heute - Orchester meets Electronics im Songformat +

    Die Pocket Symphonies sind ein zusammenhängender Zyklus aus 12 Kompositionen für Orchester und Klavierquartett. Komponist Sven Read More
  • SIR REG - energetic six piece from Sweden playing Celtic punk +

    SIR REG is an energetic six piece from Sweden playing Celtic punk. On vocals is Brendan, Read More
  • M. Craft - Blood Moon - The silence around Joshua Tree is otherworldly +

    Living in a cabin on the edge of the Mojave desert, M. CRAFT discovered that isolation Read More
  • 1


Wie war es in Bayern aufzuwachsen?

Sabina: Ich war in der Starnberger Schnöselclique, obwohl ich aufs Gymnasium in Icking im Isartal ging, was nicht ganz so schnöselig war. Wenn wir, als wir 14 oder 15 waren ausgehen wollten und einer von meinen Freunden ein Auto hatte, sind wir oft nach München gefahren... zu der Zeit waren Cosmic Feste angesagt. Manchmal ging es auch  nach Innsbruck oder sogar Rom. Diese meine Lieblingserinnerungen an damals… haben mich auch musikalisch beeinflusst. Cosmic war, im Gegensatz zu Techno, sehr innovativ zu dieser Zeit… Stücke von Georgie Benn wurden gesampelt, sodass die Stimme ganz hoch war, darunter wurden  Afro-Percussion Beats gemischt. Ich liebte das! Ich denke, dass in der Musik von den Brazilian Girls witzigerweise so was wie der damalige Cosmic wieder zu finden ist. Zwar war ich damals Jazzsängerin,  doch das waren die Anfänge meiner  life Karriere…

Es heißt, Du hast Musik studiert?

Sabina: Ja, ich habe zwei Jahre in Graz und dann am Richard Strauss Konservatorium studiert. Ich war sehr ambitioniert… ich wollte so gut zu werden wie ich nur konnte. Ich war von Musik umgeben als ich aufwuchs. Mein Bruder ist Gitarist. Die ersten Jahre, die ich life sang, war er immer dabei. Er selbst hat jahrelang in Spanien Flamenco gelernt und ist nur professioneller Musiker… Ich hoffe sehr, dass wir wieder zusammen Musik machen werden, auch wenn wir im Moment in ganz anderen Richtungen angesiedelt sind…

Du singst nicht nur auf Italienisch, Deutsch und Englisch. Wie kommt das?braziliangirls

Sabina: Ich habe zwar in der Schule Französisch gelernt und war sogar die Beste in meiner Klasse. Aber als ich dann nach Frankreich kam, hab ich keinen Piep von dem, was die Leute gesagt haben, verstanden. Französisch ist eine unheimlich Slang orientierte Sprache. Für jedes Wort gibt es auch ein Slang-Wort, das viel mehr benutzen wird als das eigentliche Wort. Für „l’argent“, das Geld, sagen die „le frique“. Oder anstatt „les enfants“, die Kinder, sagen die „les gough“. Für „la voiture“ sagen die „la bangniolle“. Du kommst dort mit Deinem Schul-Französisch an und  verstehst kein Wort. Ich hab im Süden von Frankreich gelebt, weil meine Mutter dort Malerin ist…. Zuvor habe ich in München im „Marienhof“ geschauspielert. Ich war ausgebrannt und wollte aus München weg. So bin ich also mit meiner Mutter nach Südfrankreich gegangen. Dort habe ich dann auch angefangen, viele mehr an meiner eigenen Musik zu arbeiten…